Unsere KKS wurde nicht Talentschule

Eine Stellungnahme unseres Schulleiters:

Zunächst möchte ich der Otto-Burrmeister-Realschule herzlich gratulieren. Ich freue mich für ihren Schulleiter und seine gesamte Schulgemeinde. Die Umsetzung wird Chance und Herausforderung zugleich.

Ich möchte mich aber auch bei allen Kollegen unserer KKS bedanken, die sich bei der Konzeptentwicklung für das Bewerbungsschreiben eingebracht haben oder sich in der Öffentlichkeit für unsere Bewerbung eingesetzt haben. Hier ist auch herauszustellen, dass wir viele Unterstützer im Umfeld unserer Schule hatten. Ihnen sei auch mit ganzem Herzen gedankt.

Was heißt es aber nun, nicht zu den 35 ausgewählten Talentschulen gehören zu dürfen?
Unser Alltag ändert sich nicht. Wir werden weiterhin unsere Schule mit Herzblut und Stolz voranbringen und den Erziehungs- und Bildungsauftrag im Alltag leben, ganz im Sinne unseres Leitbildes:

Miteinander  Füreinander

vorleben, erfahren, in die Gesellschaft tragen

Warum? 
Weil wir es können und wollen.

Die Strategie unseres Bewerbungsschreibens wurde getragen vom Selbstverständnis unserer Arbeit. Wir haben also nicht die allseits beklagten und bekannten Defizite herausgestellt. Stattdessen haben wir unsere bisherigen erfolg-reichen Konzepte, Projekte, Strategien und Strukturen als Ausgangslage genommen. Unsere erworbenen Kompetenzen sollten deutlich machen, dass die Umsetzbarkeit der von uns vorgestellten Schulentwicklungsprojekte ambitioniert, aber leistbar sind. So sollte auch aufgezeigt werden, dass sie sich in den gesamten Schulentwicklungsplan unserer KKS organisch einfügen lassen.

Deshalb können wir weiterhin stolz auf uns sein, denn …


… Talentschulen haben den Auftrag, den Unterricht sprachsensibel auszurichten. Hier sind wir an unserer KKS schon sehr weit, da wir uns schon vor 5 Jahren intensiv auf den Weg gemacht haben. Durch die Einrichtung unserer Koordinatorenstelle sprachsensible Schulentwicklung haben wir die nachhaltige Weiterentwicklung sichergestellt.

…Talentschulen haben den Auftrag, das soziale Miteinander zu fördern. Wir haben seit vielen Jahren ein heraus-ragendes Arbeitsklima. Das Sozialtraining in den Jahrgängen 5 und 6 ist seit nun 7 Jahren fest verankert - mit größter Akzeptanz im Kollegium. Außerdem haben wir den Klassenrat in allen Jahrgängen fest etabliert. Auch deshalb sind wir UNESCO-Schule. Wir leben den Gedanken der Kultur des Friedens.

… Talentschulen haben den Auftrag, (neue) Kooperationspartner zu finden. Unsere KKS hat sie bereits. Hier sind besonders das Schülerlabor der Ruhruniversität Bochum, der Theaterrucksack des westfälischen Landestheaters, das White Horse Theater, das Deutsche Bergbaumuseum Bochum, art.62, die Emschergenossenschaft und der Schulbauernhof zu nennen. Außerdem eröffnet uns das Netzwerk der UNESCO-Schulen die Teilnahme an unterschiedlichsten internationalen Begegnungen und Kongressen.

… Talentschulen haben den Auftrag, die Digitalisierung auszubauen. Unsere KKS hat bereits in jedem Klassenraum ein Smart-TV. ELMOS, Beamer, Laptops, Smartboards sind in ausreichender Anzahl vorhanden. Dieses Equipment wird durch die beiden PC-Räume und den Laptopwagen ergänzt. Darüber hinaus haben wir technisch maximal ausgestattete Räume wie das SprachLernZentrum und die Aula. Die Stadt plant für das laufende Kalenderjahr unsere Ausstattung mit Tabletts zu erweitern.

… Talentschulen haben den Auftrag, wahlweise den Schwerpunkt MINT oder Kultur auszubauen. Unsere KKS hatte sich für MINT entschieden. Wir wollten Starkes noch stärker machen: Denn wir sind bereits Solarschule, wir haben das Grüne und Blaue Klassenzimmer, Technik und Naturwissenschaften als Kern- und Wahlpflichtfach, einen topp ausgestatteten Chemietrakt, die EmscherKids, den Schulbauernhof, ….

… Talentschulen haben den Auftrag, das Selbstwertgefühl ihrer Schüler zu stärken. Unsere KKS macht das seit vielen Jahren. Deshalb schließen mehr als zwei Drittel unserer Schüler mit einem besseren Schulabschluss ab, als ihnen mit der Grundschulempfehlung vorausgesagt wurde. Dies wird besonders durch unsere Abiturienten bestätigt. Nur 5 % von ihnen hatten eine Gymnasialempfehlung.

Wir gehen unseren Weg also unbeirrt weiter.

Es kommen neue Chancen. Wir werden sie finden und nutzen.

Glück auf!

Michael Neckenig
Schulleiter unserer KKS