Interview mit unserem neuen Schulleiter

8.4: Was ist das für ein Gefühl, Schulleiter an der KKS zu sein?
Herr Neckenig:…angekommen zu sein.

8.4: Ein Schulleiter hat viele Aufgaben und Ziele! Was sind Ihre Ziele?
Herr Neckenig: Mit dem Kollegium, die Schule dahin zu bringen, wo sie hingehört. Nämlich zu zeigen, dass wir tolle Konzepte haben, ein tolles Kollegium, tolle Schülerinnen und Schüler, mit einer Atmosphäre, in der wir uns alle wohlfühlen und wir auch alle stolz auf unsere Schule sind. Das nach außen zu tragen und intern weiterzuleben.

8.4: Wie wollen Sie diese Ziele erreichen?
Herr Neckenig: Indem ich das lebe, was mein Sport LK gesagt hat: Wir sind ein Team! In vielen unterschiedlichen Gremien entwickeln wir Konzepte, führen sie weiter und evaluieren sie. All das mit dem Ziel, im Team uns als Schule weiterzuentwickeln.

8.4: Was würden Sie gern verändern?
Herr Neckenig: Gar nichts.

8.4: Was war Ihr schönstes Erlebnis an der KKS?
Jeden Tag mit Freude hierhin kommen.

8.4: Sprechen wir über die Anfänge Ihrer Laufbahn. Wieso haben Sie Lehramt studiert und wieso Sport und Englisch? Nur aus Interesse oder ist es schon Leidenschaft?
Herr Neckenig: Ich war durch und durch Sportler. Als Schüler hatte ich einen Leistungskurs in Sport und Englisch. Es war für mich von Anfang an klar, dass ich diese Fächer wähle. Eine Leidenschaft habe ich für beide. An der KKS ist der Sport in den Fokus gerutscht. Mein Sport-LK macht richtig „Bock“.

8.4: Gab es Alternativen zum Lehrberuf?
Herr Neckenig: Nein.

8.4: Erinnern Sie sich an Ihre Schulzeit? Woran gerne und woran nicht so gerne?
Ich war an einem Gymnasium, an dem ich mich unwohl fühlte, man hatte mich zum Glück in Ruhe gelassen. Ich habe mein Abitur dort gemacht und dann war dieses Kapitel vorbei.

8.4: Sie kommen nicht aus dem Ruhrgebiet! Was zeichnet Ihrer Meinung nach das Ruhrgebiet aus?
Herr Neckenig: Ich bin gebürtiger Duisburger, in der Nähe von Aachen großgeworden und bin dann nach Ahlen gezogen. Ich habe immer mit einem Menschenschlag zu tun gehabt, der sehr offen und humorvoll ist, aber auch gradlinig, das heißt man hat sofort Kontakte gefunden.

8.4: Schalke oder Bayern?
Herr Neckenig: Bayern, ist doch klar.

8.4: Sie sind Torwarttrainer, richtig?
Herr Neckenig: Ich bin Torwarttrainer gewesen. Das ist schon lange her. Seitdem ich in Ahlen Lehrer wurde, musste ich das aufgeben. Während des Studiums habe ich damit angefangen.

8.4:Torwarttrainer beim FC Bayern oder Schulleiter an der KKS, was würden Sie bevorzugen und warum?
Herr Neckenig: Als ich damals mit Leib und Seele Torwarttrainer war, war Bayern München mein Traum. Es gab sogar erste Kontakte über meinen allerersten Torwart aus der B-Jugend. Er ist damals zur Abendzeitung nach München gegangen und war dort Berichterstatter von Bayern München und er hat mit Sepp Meier (bester Torwart von die Welt) gesprochen, aber dieser sagte leider, dass sie mich nicht gebrauchen konnten. Das bedeutete, dass meine Karriere beim FCB zu Ende war, bevor sie überhaupt begonnen hatte.
Schulleiter ist viel reizvoller, wesentlich abwechslungsreicher. Es ist mein Traumberuf.

8.4: Pele sagte mal: Erfolg ist kein Zufall. Es ist harte Arbeit, Ausdauer, Lernen, Studieren, Aufopferung, jedoch vor allem, Liebe zu dem, was du tust oder dabei bist zu lernen.
Stimmen Sie dem zu, warum?
Herr Neckenig: Ich bin der Meinung, man kann die Menschen nur von etwas begeistern, wenn man selbst von etwas begeistert ist. Ich bin begeistert von unserer Schule, von unseren Kollegen, von unserer Arbeit als Lehrer. Ich mache die Arbeit total gerne.

8.4: Fahren Sie einen Jaguar, weil es sich um ein britisches Fahrzeug handelt?
Herr Neckenig: Ja, nur deswegen. Englisches Flair ist unbezahlbar, einfach traumhaft. Ich hatte früher einen Rover 75, aber die Automarke gibt es nicht mehr.

8.4: Ihr Schal, ist das ein Markenzeichen von Ihnen oder nur Mode?
Herr Neckenig: Es hat sich wohl zu einem Markenzeichen von mir entwickelt. Ich trage den Schal aber eigentlich aus zwei Gründen:
1. Er soll mich hübscher machen, von den Falten ablenken.
2. Aber vor allem soll er meinen Hals wärmen, weil ich früher viel mit Halsschmerzen zu tun hatte.

8.4: Was war der beste Rat, den Sie jemals erhalten haben?
Herr Neckenig: Rat kann man nicht sagen. Während des Studiums habe ich in der Kleingruppenforschung in Aachen geforscht und dort war der Grundgedanke: Die Beziehungsebene bestimmt die Inhaltsebene“, d.h. wenn wir beide nicht miteinander können, dann bekommst du von mir keine Informationen. Wenn es aber zwischen uns beiden funktioniert, dann kannst du Sachen rauskitzeln, die sonst kein anderer rauskitzelt. Dies hat mich geprägt.

8.4: Der mutigste Schritt in Ihrem Leben war…?
Herr Neckenig: Von Aachen nach Ahlen, 210 km weg von der Heimat, ein neues Leben mit meiner Familie mit 2 kleinen Kindern neu aufzubauen

8.4: Können Sie sich bitte mit nur drei Worten beschreiben?
Herr Neckenig: Lebensfroh! Englisch! Hartnäckig!

8.4: Ein exotisches Essen in einem 5 Sterne Hotel oder ein leckeres Essen in unserer Mensa?
Herr Neckenig: In einem anatolischem Restaurant in Ahlen bei meinem ehemaligen Schüler.

8.4: Ihre Lieblingsmusik ist?
Herr Neckenig: Blues.

8.4: Wir sehen hier einen Kamin, was hat dieser zu bedeuten?!
Ich bezeichne mich als englisch. Ich fahre ein englisches Auto. Ich liebe den englischen Charakter. Wenn ich in England bin, bin ich Engländer. Ich habe ein englisches Arbeitszimmer mit der gleichen Tapete und einem ähnlichem Kamin. Ich fühle mich hier ein Stück zuhause, d.h. ich möchte ein Stück von meiner Persönlichkeit, hier in diesem Raum, in dem ich nun sehr, sehr viel Zeit verbringe, wiedergespiegelt sehen.

8.4: Vervollständigen Sie bitte folgenden Satz:
Ich möchte Schüler und Schülerinnen, die …
Herr Neckenig: …stolz darauf sind, an der KKS Schüler zu sein.

 

Bilder von der Einführungsfeier am 13.11.15