Deutsch-Afrikanischen Jugendakademie in Wolfsburg

Ich habe vier Tage an der Deutsch-Afrikanischen Jugend Akademie in Wolfsburg teilgenommen und bin mit einem positiven Gefühl zurückgekehrt. Es war das erste Mal, dass ich in eine andere Stadt gefahren bin, um an Seminaren und an Workshops teilzunehmen. Wir waren 38 Schülerinnen und Schüler aus Kenia, Tansania, Senegal und Deutschland. Ich habe viele neue Menschen in meinem Alter kennengelernt, die zum Teil von 11 Tausend Kilometern Entfernung gekommen sind.

 

Wir haben am ersten Tag Gruppen gebildet und uns Gedanken gemacht, wie man den Menschen das Thema Nachhaltigkeit näher bringen kann. Ich habe diese Gruppenarbeitsphase dazu genutzt, um von unserer Idee eine Schülerfirma zu gründen, die fair gehandelte Produkte anbieten soll, zu berichten. An diesem Tag haben wir zudem auch selber fair gehandelte Schokolade hergestellt, was sehr viel Spaß gemacht hat.

 

Das Thema nachhaltige Entwicklung betrifft alle Lebensbereiche und nicht nur den Konsum. So haben wir am zweiten Tag in unserer internationalen Gruppe über die Frage diskutiert, ob alle Kulturen auf der Welt geschützt werden sollten. Hierzu haben wir eine Debatte vorbereitet, in der jeder eine Rollenkarte bekommen hat. Neben Rollen, die den Schutz aller Kulturen befürworten, gab es auch Rollen, in denen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer zum Teil, entgegen ihrer persönlichen Meinung, in die Rolle von Gegnern einer Kulturvielfalt schlüpfen mussten. Die anschließende Diskussion war sehr spannend. Es war sehr interessant, die Meinung der anderen zu hören und ihre Argumente zu verstehen. Es hat mich zum Nachdenken angeregt.

 

Am dritten Tag sind wir zu eines der bekanntesten Sehenswürdigkeiten in Wolfsburg gefahren, zur Volkswagen Arena. Dort wurden wir herumgeführt und wurden über das Stadion und dessen Geschichte informiert. Zum Schluss gab es viele fußballerische Aktivitäten, wie z.B. Torwand schießen.

 

Mir persönlich hat die Teilnahme an der Veranstaltung sehr viel gebracht. Ich habe die Möglichkeit erhalten, mein Wissen aus dem Unterricht in einem internationalen Forum einzubringen. An diesen drei Tagen konnte ich meine Englischkenntnisse vertiefen. Neben den Kontakten, die ich zu Schülerinnen und Schülern aus Afrika aufbauen konnte, haben wir uns in diesem Forum auch Gedanken gemacht, wie wir in Zukunft weiter zusammenarbeiten können. In den nächsten Wochen und Monaten werden wir versuchen, die entwickelten Ideen an unseren Schulen auszuprobieren. Für einen Erfahrungsaustausch wollen wir uns dann zu einem weiteren Treffen in Kenia zusammenfinden.